Der light stick ist meist im Grundprinzip ein Stab aus flexiblem Kunststoff. In zwei getrennten Kammern enthält er zwei unterschiedliche Stoffe wie z. B. Oxalsäure-Ester und Fluorophor. Ebenfalls ist in dem Röhrchen eine zerbrechliche Glasampulle, die mit einer verdünnten Wasserstoffperoxid-Lösung gefüllt ist. Wenn der Leuchtstab geknickt wird, kommen die chemischen Stoffe miteinander in Kontakt und eine Reaktion entsteht, d.h. der Stab beginnt zu leuchten. Man nennt diese Reaktion auch Redox-Reaktion. Sie basiert auf dem Prinzip der Chemolumineszenz. Die erste Chemolumineszens-Reaktion würde 1669 vom Chemiker Heinrich Hennig Brand zufällig entdeckt als er einen Versuch durchführte. Er erkannte, dass Phospordämpfe leuchten wenn sie mit Luftsauerstoff oxidieren. Kaltes Licht entsteht bei der Chemolumineszenz wenn Elektronen aus dem angeregten Zustand in den Grundzustand wechseln. Dicarbonylverbindungen, wie z. B. Oxalsäure und Phthalsäurehydrazid bezeichnet auch als Luminol sind Ausgangsstoffe für die chemische Reaktion. Trichlorphenol und Stickstoffe werden als Fluchtgruppen benutzt und fördern so den nukleophilen Angriff des Wasserstoffperoxids auf beide Carbonylgruppen. Das Prinzip der Chemolumineszenz wird nicht nur bei Knicklichtern verwendet, sondern auch in vielen anderen Bereichen bei dem es sehr von Nutzen ist. Man verwendet es in der Kriminalistik zum Erkennbar machen von weggewischten Blutspuren, aber auch im Bereich der medizinischen Diagnostik. Die Light sticks gibt es nur einfarbig, wie in Rot, Blau, Gelb, Weiß usw. für jede Farbe wird ein andere chemisches Mittel verwendet, das als Farbstoff dient. Für die Leuchtstäbe werden ungiftige chemische Substanzen verwendet, da viele Jugendliche die Light sticks im Mund tragen. Wenn so ein Röhrchen platzt hat man einen übel schmeckenden und übel riechenden Geschmack im Mund, den man so schnell nicht wieder vergisst.
Nicola Lavacca